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FAQ zur Reform

Rentenpaket: Fragen und Antworten

Bei vier Kindern von null auf 228 Euro Rente. Auch Minijobs zählen bei den "45 Jahren" mit

Mütterrente, Rente mit 63, Erwerbsminderungsrente - das Thema Rentenpaket wirft immer noch viele Fragen und Detailfragen auf. Zehn davon werden hier beantwortet. Ich habe vor 1992 vier Kinder geboren, damals aber meine Rentenversicherungsbeiträge auszahlen lassen. Deshalb beziehe ich, inzwischen 69 Jahre alt, auch keine Rente. Ist es tatsächlich so, dass ich nun wegen der vier zusätzlichen Kindererziehungsjahre ab Juli 2014 eine Rente beziehen kann? Ein Kind lebt aber nicht mehr.
Ja. Ihnen steht ab Juli 2014 eine Rente in Höhe von (8 x 28,61 =) 228,88 Euro zu. Da Sie aber kein Rentenkonto (mehr) haben, müssten Sie, anders als die Frauen, die schon Rente beziehen, einen Rentenantrag stellen. Das ist unter anderem beim örtlichen Versicherungsamt Ihrer Kommune mit den Geburtsurkunden Ihrer Kinder möglich. Dass eines Ihrer Kinder gestorben ist, ist in diesem Zusammenhang unbedeutend.Ich habe 1984 ein Kind adoptiert, als es elf Monate alt war. Dafür wurden mir in der Rente nur zwei Monate gutgeschrieben, weil ich es ja nicht von Geburt an betreut habe. Werden mir nun als Mütterrente auch nur zwei Monate gutgeschrieben?
Nein, da Sie bereits Rente beziehen, kommt es nicht darauf an, in welcher Höhe Sie damals eine Rentenerhöhung erhalten haben: Ihnen stehen die vollen 28,61 Euro für Ihr Adoptivkind zu. Für unseren 1964 geborenen Sohn hat meine Ex-Frau die Rentengutschrift bekommen. Sie ist inzwischen wieder verheiratet. Werden ihr die 28,61 Euro jetzt auch wieder angerechnet, obwohl der Junge vom zehnten Lebensjahr an bei mir gelebt hat? An sich müsste ich doch eine "Väterrente" bekommen!
Leider nicht. Wer damals das "Kindererziehungsjahr" geltend gemacht hat, dem wird ab Juli 2014 das zweite Jahr draufgesattelt. Das kann zu dem – kurios erscheinenden – Ergebnis führen, dass der jetzige Ehemann Ihrer geschiedenen Frau später einmal wegen ihrer Kindererziehungszeiten eine höhere Witwerrente bezieht. Ob sich die jetzige Gutschrift auf dem Rentenkonto Ihrer Frau auf den damals errechneten Versorgungsausgleich auswirken könnte, kann pauschal nicht gesagt werden.Ich habe während des ersten Lebensjahres meiner 1966 und 1968 geborenen Kinder jeweils nach der Mutterschutzfrist von sechs Wochen wieder gearbeitet und Rentenbeiträge gezahlt. Deshalb wurden als Kinder-erziehungszeit statt zwei Rentenpunkten nur 1,4 Punkte angesetzt. Gilt dasselbe für die neue Mütterrente?
Nein. Als Rentenbezieherin wird gar nicht mehr untersucht, was damals gegolten hat. Sie haben Anspruch auf zwei volle Rentenpunkte.Ich habe 1970, als ich mit meinem chilenischen Mann noch in seiner Heimat lebte, einen Sohn geboren, und 1978 in Köln eine Tochter. Bekomme ich für beide die Kindererziehungszeit angerechnet?
Nein. Die 28,61 Euro Kindererziehungsrente steht Ihnen nur für Ihre in Deutschland geborene Tochter zu.Ich bin schwerbehindert, 61 ½ Jahre alt, und konnte schon vor Beginn der regulären Altersrente vorzeitig Rentner werden. Müsste das jetzt nicht auch für die "Rente mit 63" gelten? Das heißt: Könnte ich jetzt schon abschlagfrei Rentner werden?
Nachvollziehbar ist Ihre Überlegung schon. Doch hat es der Gesetzgeber nicht so eingerichtet, dass Schwerbehinderte auch bei der Neuregelung zusätzlich bevorzugt werden sollen.Zählen eigentlich auch die Ausbildungszeiten bei der Ermittlung der 45 Jahre Pflichtversicherungszeit mit?
Ja, nicht jedoch die Schul- und Studienzeiten.

Kann ich auch durch Minijobs die "45 Jahre" erfüllen?
Ja, aber nur, wenn Sie bei Beschäftigungsbeginn vor 2013 auf die damals für die auf 400-Euro-Basis arbeitenden Minijobber geltende Rentenversicherungsfreiheit verzichtet haben, also die Rentenversicherungspflicht gewählt haben. Und wenn der Minijob nach 2012 begonnen hat, was automatisch Rentenversicherungspflicht zur Folge hatte, durften Sie sich nicht "befreien" lassen. Wenn Sie diese Voraus-setzungen erfüllen, lautet die Antwort: ja.


Ich beziehe seit Februar 2012 die vorzeitige Altersrente mit lebenslangem Abschlag. Nun bin ich 64 Jahre alt und fühle mich benachteiligt, weil man mich damals nicht darauf aufmerksam gemacht hat, dass bald schon für mich günstigeres Recht in Kraft treten wird. Kann ich gegen meine Rentenabschläge noch etwas unternehmen?
Nein. Ihr Rentenbescheid ist längst rechtskräftig. Und einen Informationsfehler können Sie Ihrer Rentenversicherung auch nicht vorwerfen, weil damals von der "Rente mit 63" noch keine Rede war. Nur wenn Sie – aus welchen Gründen auch immer – 2012 gegen Ihren Rentenbescheid Widerspruch eingelegt hätten, über den noch nicht endgültig entschieden wäre, könnte eine Rückabwicklung infrage kommen. Sie hätte allerdings auch die Rückzahlung zwischenzeitlich gezahlter Renten zur Folge – und die "Rente mit 63" könnte frühestens zum 1. Juli 2014 beginnen.Für Erwerbsminderungsrentner soll es ja auch eine Neuerung gegeben haben. Gilt das auch für mich? Ich beziehe seit zwei Jahren eine solche Rente.
Nein. Das neue Recht, mit der die so genannte Zurechnungszeit um zwei weitere Jahre (vom 60. auf den 62. Geburtstag) verlängert wurde, gilt nur für Neurentner – also solche, die frühestens zum 1. Juli 2014 eine Erwerbsminderungsrente zugebilligt bekommen.


 
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